“Der Bitcoin steigt dieses Jahr auf 14.000 US-Dollar” Interview mit Samir Boyardan | LYNX fragt nach


Die Regierungskrise in Italien scheint erstmal
gelöst und auch gelöst haben die Aktienmärkte reagiert. Bei mir ist Samir Boyardan, Marktanalyst. Schön, dass Sie da sind. Für den DAX
ging es sogar über die 11.900-Punkte-Marke am Freitag. Vollkommen richtig. Wir sehen seit Anfang der Woche, dass der
DAX sich wieder auf Erholungskurs befindet. Wir haben in der Zwischenzeit gewisse Tiefpunkte
bei knapp 11.400 Punkten gesehen. Das ist natürlich genau dem Punkt zu verdanken,
den Sie erwähnt haben, dass Italien zumindest was die Regierungskrise betrifft, Bereitschaft zeigt
da miteinander zu kooperieren, miteinander zu reden und eine vernünftige Regierung aufzustellen. Wir haben aber auch bei uns selbst hier in
Deutschland intern einige Impulse gesetzt, was die Stimulierung der einzelnen Wirtschaft
betrifft, dass mehr Investitionen getätigt werden, statt weiterhin
in Sparplänen die schwarze null zu halten. Das sorgt natürlich für sehr starke Impulse. Wir haben aber natürlich einen dritten Faktor, das ist der: “Sell in May and go away, but
remember to come back in September.” Und das ist ja nächste Woche und das scheint
zumindest die ersten Impulse für eine technische Erholung zu sein und möglicherweise
dann auch für eine Wiederaufnahme der Tests der letzten Jahreshochs. Im Handelskonflikt zwischen den USA und China
gab es so leichte Annäherungsversuche wieder, das hat auch den US-Märkten geholfen? Also die Zeiten haben sich ja schon etwas
geändert. Wenn ich mal zurückblicke auf die letzten
20 Jahre, da waren jegliche Aussagen seitens der Notenbank und US-Präsidenten
immer sehr zaghaft ausgewählt, so dass man die Wirtschaft, Investoren und Anleger nicht verärgert. Jetzt haben wir natürlich einen Donald Trump,
der ist wie ein Elefant im Porzellanladen. Zerschmettert also mit seinem Verbalaussagen
jegliche Sympathien, um die Wirtschaft weiterhin zu stimulieren. Selbst, wenn wir in der jüngsten Vergangenheit
oder zumindest vor Trumps Amtszeit gesehen haben, dass es irgendwo ruckelt, wurde
da sehr vorsichtig mit der Sache umgegangen, zumindest um eine gewisse Stabilität weiterhin
beizubehalten. Wir sehen natürlich, dass die
Volatilität enorm zugelegt hat. Das Thema der zwei größten Volkswirtschaften
der Welt: Auf der einen Seite haben wir Amerika, auf der anderen Seite haben wir China. Es ist natürlich auch eine ganz klare Sache,
dass China auch seine Grenzen aufzeigt und sagt bis dahin und nicht weiter. Es ist ein Zusammenspiel und nicht ein egoistisches
Verhalten, wo nur der eine daran partizipiert. Und das glaube ich müssen beide Parteien
auch erstmal neu erlernen, vor allem auch miteinander klar kommen, damit auch hier das Wachstum weiterhin nach oben getrieben werden kann und vor allem auch die
Märkte stabilisiert werden können. Die Anleger haben auch auf die sicheren Häfen
geguckt und da war in den letzten Wochen vor allen Dingen auch Gold auf dem Zettel. Gold bleibt nach wie vor immer ein Thema,
was ich auch schon in den letzten zwei Jahren immer wieder charttechnisch und auch vor allem aus der
fundamentalen Lage also sprich aus der politischen Sicht erwähnt habe. Als Beimischung ins Depot immer eine vernünftige
Sache, gerade nach der 50 Prozent Korrektur. Seit 2011 kann man da beherzt zugreifen und sich zumindest gegen Unruhen
absichern. Es ist eine so genannte Versicherung aber
auch gleichzeitig eine Streuung in Richtung Diversifikation. Und wir sehen, dass Gold sich so langsam aber
sicher behauptet hat und vor allem aber auch die
Anleger soweit entlohnt gegen diese turbulenten Marktphasen. Wir haben jetzt aus charttechnischer Sicht
die Marke 1530 Dollar erreicht. Das ist aber noch nicht das letzte Etappenziel,
ich sehe nach wie vor auf Sicht der kommenden Monate Kursziele Richtung 1630 Dollar beziehungsweise im Best Case noch über 1680 Dollar. Der Bitcoin stand auch wieder im Fokus. Unter 10.000 Dollar. Geht es da jetzt erstmal wieder herunter? Nirgendwo wird so viel gestritten in Richtung
Finanzprodukte wie beim Bitcoin. Ist das ein Produkt, eine Währung oder eine
Sachanlage? Sollte man auf eine neue digitale Währung
setzen, sollte sie entsprechend kontrolliert werden
oder sollte sie dem freien Markt überlassen werden. Also der Bitcoin selbst hat mehrfach in der Zwischenzeit seit seiner Existenz bewiesen,
er ist nicht gekommen, um zu gehen. Wir haben zwar immer wieder sehr starke und
hohe Marktvolatilitäten und Marktpreisbewegungen
gesehen. 50-90 Prozent Korrekturen waren keine Seltenheit. Aber wir haben auch immer wieder, zum Beispiel
jetzt nach dieser saftigen Korrektur von 20.000 Dollar Richtung 3.000 Dollar am Anfang
des Jahres gesehen, der Bitcoin erholt sich. In der Zwischenzeit ist er Richtung 14.000
Dollar hoch gelaufen, jetzt korrigieren wir wieder. Ich bleibe weiterhin optimistisch, der Bitcoin
ist nicht gekommen, um zu gehen, er ist gekommen, um zu bleiben. Und er wird mit Sicherheit ein weiteres Thema
in unserer Zukunft bleiben und deswegen bleibe ich optimistisch, dass
wir noch die Kursziele von 14.000 Dollar, also sprich das Jahreshoch nochmal in diesem
Jahr ansteuern werden. Sagt der Marktanalyse Samir Boyardan, danke
Ihnen, dass Sie hier an der Frankfurter Börse waren und danke liebe Zuschauer für Ihr Interesse,
bis zum nächsten Mal. Wenn Ihnen dieses Video gefallen hat, schauen
Sie doch auf die Webseite www.lynxbroker.de und abonnieren Sie den YouTube-Kanal.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *